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Gesangsverein 1878 Harmonie Ober – Schönmattenwag e.V.

Mitglied der Sängerkreisgruppe Weschnitztal - Überwald e.V. im Hessischen Sängerbund e.V. im Deutschen Chorverband

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Ober-Schönmattenwag liegt im schönen Ulfenbachtal zwischen Wald-Michelbach und Hirschhorn. Es gehört zu den ältesten Siedlungen des Odenwaldes. Die ersten Bewohner, die sich vor rund 2000 Jahren hier ansiedelten, lebten in  Blockhäusern.

Im Jahre 773 schenkte Karl der Große dem Kloster Lorsch die Mark Heppenheim. Zur Zeit Heinrichs des Zweiten  entstand im Jahre 1012 ein Grenzstreit zwischen dem Abt des Klosters  Lorsch und dem Bischof von Worms, so dass die Grenzen des Klosters  Lorsch nun ausdrücklich festgelegt wurden. Laut Urkunde verlief die  Grenze von Sidilinus (Siedelsbrunn) bis Spumosum Stagnum und so bis Ulvenam (Ulfenbach). Dieses Spumosum Stagnum ist die lateinische Übersetzung von "schäumender Wog". Schönmattenwag hieß also ursprünglich "Zu dem schumenden Wog", d.h. " zu dem schäumenden Wasser". In den Urkunden des 14. und 15. Jahrhunderts wird Schönmattenwag in verschiedenen Namensformen genannt,  von Schemechtinwage im Jahre 1345 bis Schimattenwage im Jahre 1613. Die heutige Schreibweise ist, soweit bekannt, im Jahre 1637 beim Abschreiben einer Urkunde ins Hochdeutsche entstanden.

 Im 13. Jahrhundert gehörte Schönmattenwag zu den Besitzungen der Ritter von Neckarsteinach und Hirschhorn. Später gelangte Ober- Schönmattenwag in den Besitz des Kurfürsten von der Pfalz, während Unter-Schönmattenwag zu Kurmainz kam. Während die Pfalz  vor ca. 500 Jahren der Reformation folgte und Ober- Schönmattenwag somit evangelisch wurde, blieb Unter-Schönmattenwag katholisch. Aus einer alten, aus dem Jahre 1568 stammenden Urkunde geht  hervor, dass im damaligen "Ober-Schimettenwag" eine Mühle und 17 Häuser, so genannte Huben, standen. Mit stetig wachsender Einwohnerzahl, im Jahre 1830 lebten hier ca. 270 Menschen, entstand die erste Dorfschule.  Bis zu diesem Zeitpunkt besuchten die Kinder die Schule in  Wald-Michelbach. Nur während des Winters unterrichtete ein  "Winterlehrer" im Ort. Seit die dorfeigene Schule 1970 aufgelöst wurde, besuchen die Kinder die Grundschule in Unter- Schönmattenwag sowie die weiterführenden Schulen in Wald- Michelbach.

Das früher selbst verwaltete Dorf ist seit 1. Januar 1972 Ortsteil von Wald-Michelbach. Im Jahre 1975 wurde  Ober-Schönmattenwag Landes- und Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf  soll schöner werden". Im Jahr 1982 wurde zwischen Ober- und Unter-Schönmattenwag das Haus des Gastes eingeweiht. Das Haus des Gastes trägt seitdem zur engen Zusammenarbeit der Vereine von Ober- und Unter-Schönmattenwag bei. Die Sänger der Harmonie haben auf ihre Weise das Leben in "Schimmeldewog" über die 125 Jahre des Vereinsbestehens  mitgeprägt und mitgestaltet. Neben der reizvollen und lieblichen  landschaftlichen Lage von Ober-Schönmattenwag, sind es auch die Menschen und die Vereine, die den Ort weit über die Grenzen hinaus bekannt  gemacht haben. Die Kerwe mit ihren traditionsreichen Figuren, wie Kerwepfarrer, Mundschenk, Bajazz und der Kerwekranz, sind Traditionen, die vom GV Harmonie und der Freiwilligen Feuerwehr im jährlichen Wechsel gepflegt und aufrecht erhalten werden.

Als Kulturträger ist es für die Sänger der Harmonie selbstverständlich, die jährliche Gedenkfeier am Ehrenmal,  sowie die Seniorenfeier mit ihren Liedern zu begleiten. Mit knapp 700  Einwohnern hat Ober-Schönmattenwag noch den Vorteil, eine kleine  überschaubare Gemeinde zu sein. Viele Bürger sind gleichzeitig in  mehreren Vereinen aktiv und pflegen das dörfliche Zusammenleben mit all seinen Vorteilen. Der daraus erwachsene positive Lokalpatriotismus wirkt auch nach außen und wer in der "Fremde" sagt, er ist von  Schönmattenwag, wird umgehend korrigiert, nach dem Motto: "Das heißt  doch "Schimmeldewoog!" Darauf sind alle "Schimmeldewär" und besonders die Sänger der Harmonie stolz und sind bestrebt, auch für die Zukunft mit ihren Aktivitäten das dörfliche Zusammenleben und die Traditionen zu erhalten und zu pflegen. Noch lange soll das "Schimmeldewär Lied" von Lehrer Bayer erklingen und Ausdruck von starker Heimatverbundenheit  sein.

Vum Wiesegrund bis uff die Häih, Schimmeldewoog, wie leigscht du schäi.